8 Monate ohne Zigarette… die Nachwirkungen.

Man, wo bleibt die Zeit, schon wieder 4 Monate vergangen, seitdem ich das letzte mal was geschrieben habe. Dabei wollte ich doch öfter einen Text hinterlassen, mir Zeit nehmen. Ich hab einfach zuviel um die Ohren, aber nicht nur arbeitstechnisch, auch Privat verbringe ich nun mehr Zeit mit der Familie, vor allem mit meiner Frau. Die gemeinsamen Serienabende (Game of Thrones), Freitags und Samstags, geniesse ich unheimlich. Und das umso mehr, wenn man nicht mehr in jeder Werbepause – gut wir schauen DVDs, da ist nix mit Pause – zum Rauchen rennen muss. Nachteil, man liegt also bequem auf dem Sofa, genießt einen Rotwein, und knabbert fröhlich vor sich hin. Oha…

Das was nicht stimmen kann, habe ich schon länger gemerkt. Zum Beispiel anhand der Kniegelenke. Hinknien, schnelles Gehen usw. ist einfach so ohne weiteres Nicht wirklich möglich. Direkt unerträgliche Schmerzen, Überbelastung ganz klar. Und in den letzten Tagen habe ich vermehrt das Gefühl, nach dem Essen, auch wenn es nur kleine Portionen sind (die evtl. ein afrikanisches Dorf ernähren könnten), das mein Magen einfach keinen Bock mehr hat das zu verarbeiten und mir die Quittung per Sodbrennen und Magenkrampf serviert. Allein nur der Gedanke oder der Geruch von eigentlich leckeren und viel zu fetten Speisen sorgt bei mir für Unbehagen.

Ja, seitdem ich mit dem Rauchen aufhörte, habe ich, wie viele andere vor mir sicher auch, das Naschen, Knabbern und Futtern für mich entdeckt und als Rauch-Ersatz natürlich gut genutzt.  All zu verlockend ist es doch, wenn man am PC sitzt, und statt der stündlichen Routine vor die Tür, den Griff zum Schokoriegelchen oder ähnlichen zu machen, dem inneren Schweinehund einfach befriedigt sehen. Und siehe da, 16 kg sind auf die Hüften gewandert.  Geschockt hat mich das jedoch nicht. Ich habe sogar mit mehr gerechnet, aber das ist kein Grund sich zu freuen. Ich habe mich absichtlich gegen eine Kontrolle des Gewichts oder einer Zunahme entschieden. Da der Dämon „Zigarette“ für mich der weit schwerere Gegner war und man sollte sich immer nur eine Front zum Kampf aussuchen. Ich würde mich zwar immer noch nicht als Nichtraucher bezeichnen wollen, aber die erste Schlacht habe ich gewonnen, nun muss ich der eigenen Fitness nur noch auf die Sprünge helfen damit ich sagen kann, dass der Krieg auch gewonnen ist.

Und nun, erstmal Bestandsaufnahme. Ich habe mir eine Körperfett-Waage besorgt, und sollte die nächsten Tage das Rumfuttern sein lassen und mich auf die Ernährung zurückbesinnen, mit der ich vor 6 Jahren schon einmal viele Kilos verloren habe. Zuerst viel Trinken und ausschwemmen, den Dreck aus den Zellen kriegen.  Kalorienzunahme reduzieren, Gewicht verlieren. Das ist das erste Ziel. Sowie das Gewicht sinkt, und ich meine Knie wieder mehr belasten kann, gehts wieder auf Radtouren, bis dahin sollte das Wetter auch beständiger und wärmer sein.

Ich freu mich drauf.

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

© 2018 MKWORKS

Thema von Anders Norén